Neues Projekt ohne Adsense und Affiliate

Ich nenne mich eigentlich nicht SEO oder Affiliate, sondern Online-Marketer. Ich setze nicht nur auf SEO zum Trafficerhalt und auch nicht nur auf Affiliateprogramme, um meine Seiten zu monetarisieren. Ich gebe mich ungern in Abhängigkeit, wer weiß was wäre, wenn der jeweilige Kanal wegfällt, warum auch immer. Ich sage nur Schließung des Adsense-Accounts oder Quelle.de.

Um Traffic zu generieren gibt es soviele Möglichkeiten, kostenlos als auch für Bezahlung. Ich denke da an diese ganzen Sachen wir Facebook, Mr.Wong oder Contaxe Ads. Meine TKP-Vermarktung ist in diese Hose gegangen, aber ansonsten bin ich da mit vielen anderen Kanälen recht zufrieden.

Was die Monetarisierung angeht, gibt es bei mir vor allem 4 Säulen: Adsense, Affiliate, Direktdeals (einmalig, Klickvergütung, monatlich etc.) und Link*******. Die Relation schreibe ich hier mal nicht 😉

Nun habe ich bei meinem neuen Projekt www.Ballonfahrten.com etwas für mich Neues ausprobiert. Es ist ein Buchungsportal für Ballonfahrten, auf dem interessierte User direkt bei Luftfahrtunternehmen für Ballone die Ballonfahrten erwerben können. Der User klickt über eine Deutschlandkarte in das jeweilige Bundesland, dort findet er die Mitfahrmöglichkeiten. Auf einer Detailseite werden die Unternehmen präsentiert, mit freien Terminen, den Startplätzen in einer GoogleMap und den direkten Kontaktdaten.

Die teilnehmenden Unternehmen zahlen eine Jahresgebühr, um gelistet zu werden, dafür ist diese Seite völlig affiliate- und adsensefrei. Der komplette Traffic kommt den teilnehmenden Unternehmen und ihren Angeboten zugute.

Das bringt einige Vorteile, als auch einige Nachteile mit sich. In der Kürze einige Punkte, die mir spontan einfallen.

Vorteile:

– Einnahmesicherheit über das ganze Jahr über, sobald man Teilnehmer hat.

– Keine Conversionoptimierung nötig zur direkten Generierung von Sales.

– Einfache Nutzung von Branchenkenntnissen.

– Es lassen sich verschiedene Abrechnungsmodelle ausdenken: Basiseintrag sowie erweiterte Features, für die das Unternehmen zusätzlich zahlen muß.

Nachteile:

– Limitiertes Einnahmepotential, da es nur eine beschränkte Anzahl von Unternehmen gibt.

– Nach einem Jahr verliert man die Unternehmen wieder, wenn die Seite erfolglos ist.

– Der Akquierungsprozess gestaltet sich schwerer, da man die Unternehmen überzeugen muß, teilzunehmen. Per Email, Telefon, Post geht man Klinkenputzen.

– Um den obigen Punkt einfacher zu überstehen, muß man was nachweisen können: Traffic, gute Google-Positionen, guter Domainname und Alleinstellungsmerkmal des Services.

– Größerer Programmieraufwand, da man ein Backoffice bzw. Adminbereich für die Teilnehmer benötigt, damit diese ihre Daten pflegen können.

Weitere Gedanken

Abzüglich der Kosten für den Domainkauf und der Entwicklung der Seite kann man nun rechnen, wie viele Unternehmen teilnehmen müssen bei einer bestimmten Preisgestaltung, um grüne Zahlen zu schreiben. Bei hohen Kosten kann dies riskant sein ein Minusgeschäft einzufahren.

Portieren lässt sich das auf viele andere Themen bzw. Nischen. Dazu benötigt man allerdings etwas Branchenkenntnis, Hirnschmalz und etwas Glück genau eine Nische zu finden, bei der das funktioniert. Bei einem Verzeichnis für Ferienhäuser funktioniert das wohl kaum noch, bei einem Städteportal in Deutschland wohl auch nicht mehr.

Ich habe schon zwei weitere Ideen für ähnliche Themen. Die schönen Keyworddomains (einmal *.net und einmal *.com) habe ich schon länger rumliegen, ranken in den jeweiligen Bereichen auch in den Top3 bei Google.

Eure Meinung dazu?

Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit Projekten oder Ideen? Bin gespannt auf eure Kommentare. Ist das hier alles ein alter Hut? Okay, Portale gibt es wie Sand am Meer, erfolgreiche aber wenig. Denn Adsense z.B. sieht man doch auch auf 0815-Portalen.

Über Nils "Gnomad"

Hallo, mein Name ist Nils Römeling. Von Januar 2009 bis 2011 war ich auf Weltreise - 34 Länder! Mit dabei: Laptop, Kamera und eine Menge Webseiten. Heute arbeite ich als Vollzeitaffiliate in Augsburg.
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3 Antworten zu Neues Projekt ohne Adsense und Affiliate

  1. Chipikowski sagt:

    Danke für deinen informativen Beitrag und dass du uns an deinen Projekten teilhaben lässt. Das Rad hast du damit nicht neu erfunden und du schreibst schon richtig, dass man bei jedem dieser Projekte Fachwissen zum jeweiligen Thema benötigt und dazu noch eine Software/Script, die die Vernetzung zu den Unternehmen sicherstellt.
    Als kleiner negativer Aspekt stellt für mich die limitierte Verdienstmöglichkeit dar. Ein anderer Aspekt: Kannst du sehen, wieviele Sales du durch dein Angebot bei den Anbietern generierst? So könntest du spätestens nach einem Jahr sehen, ob dein Verkaufsmodell effektiver ist, als ein klassisches Conversion/Sales-Modell.

    In welchem Rahmen bewegen sich denn die Investitionskosten (Domain, Homepageerstellung, Vermarktung)? und laufende Kosten?

    Halte uns auf jeden Fall auf dem Laufenden!

    All the best

  2. Benni sagt:

    Eigentlich ja eine Standardidee. Wie du schreibst wurde sie ja z.B. in Städten/Gemeinden gerne zum Missbrauch von Branchenportalen verwendet *g*.

    Aber ernsthaft. Ich finde die Preisgestaltung fair .. für die Unternehmen, aber auch für dich.

  3. Hey Nils,

    gerade der Akquierungsprozess bedeutet im Gegensatz zu Adsense oder anderes Affili Zeugs einbauen viel Arbeit. Nicht nur dass man es meist mit Unwissenden in der Online Welt zu tun hat, sondern auch dass es hier meist viel Überzeugungsarbeit notwendig ist.

    Ich versuche auch meist „Wege“ zu steuen. Und versuche immer genug Alternativen im Hintergrund zu haben, falls doch mal ein „Weg“ wegfällt.

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