Die Gedanken rund um die Steuer habe ich mir nat?rlich schon fr?her gemacht, da ich weiterhin Eink?nfte haben werde (hoffentlich…), die ja irgendwo versteuert werden m?ssen. Viele Gedanken habe ich an eine Limited in England verschwendet, letztendlich kommt man aber nicht ums Steuern zahlen herum. Als studierter BWLer habe ich da zum Gl?ck tiefere Einblicke sammeln k?nnen.

Gewerbesteuer
Ich werde also in Deutschland gemeldet bleiben und werde mein Gewerbe am Wohnort meiner Eltern betreiben. Da hatte ich mehrere Optionen und habe mir nun die Gemeinde ausgesucht, an dem der “Gewerbesteuerhebesatz” relativ gering ist. Zum Hintergrund: Ab 24.500 EUR Gewinn muss man Gewerbesteuer zahlen. Ab 50.000 EUR muss man dann auch bilanzieren, davor reicht eine einfachen Einnahme-?berschu?rechnung.
Wie mir meine Steuerberaterin nun vorgerechnet hat, zahlt man bei einem geringen Gewerbesteuerhebesatz gar keine Gewerbesteuer, denn den Betrag kann man dann am Ende von der Einkommensteuer wieder abziehen
Ist der Gewerbehebesteuersatz aber recht hoch (M?nchen-Stadt), macht man ein schlechteres Gesch?ft, da es irgendwelche H?chsts?tze gibt.
Umsatzsteuervoranmeldung
Hat man ein Gewerbe und eine Umsatzsteuer-ID, kann man die Vorsteuer mit der Umsatzsteuer verrechnen. Verrechnet man dann das j?hrlich und zahlt man mehr als 6000 EUR pro Jahr an das Finanzamt, muss man monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben. Das geht mittlerweile ?ber Elster elektronisch, macht aber Arbeit und ist echt nervig.
Steuerberater
In meinen ersten 1,5 Jahren in der Selbst?ndigkeit bin ich im operativen Gesch?ft ohne Steuerberater ausgekommen. Wer Hintergrundinfos hat, dem empfehle ich das ebenfalls alles selber zu buchen – denn dann kennt man besser als jeder andere seine Kosten- und Einnahmentr?ger. Da spart man dann den ein oder anderen EURO, da man sieht, wohin das Geld verschwindet und man evtl. auf den ein oder anderen (negativen) Posten verzichten kann.
Nun habe ich eine Steuerberaterin in M?nchen gefunden, die mir das alles abnimmt. Gr??tes Problem ist nur die Kommunikation. Oder auch wieder nicht, dank Email. Wir haben da nun eine L?sung gefunden: Ich habe der Dame eine eigene Emailadresse eingerichtet, an der ich alle Dokumente im pdf-Format schicke. Seien es Einnahmen, Ausgaben oder die Kontobelege der Giro- und Kreditkartenkonten.
Dann liegt es an mir, alle Rechnungen etc. an diese Emailadresse zu schicken. ?brigens benutze ich da das fantastische Programm Freepdf, das sich wie ein Drucker in das Win-System einbindet. Damit kann man auch html-Rechnungen bequem weiterleiten.
Vorteile ?
Meine Fl?ge und andere (Hotel-)Kosten kann ich im Gegenzug von der Steuer absetzen (insofern ich Eink?nfte habe) – da kommt sicherlich einiges zusammen. Da ich viel f?r meine Reisewebseiten schreiben werden, ist das auch ganz legitim und nicht nur Urlaub (Wie ja viele denken…). In diesem Fall kann ich auch nachweisen, dass die Reise nicht nur Vergn?gen war… Warten wir es ab.
